Das Thema Klimaneutralität wird von Großkonzernen entdeckt, aber einen historischen Ansatz für eine bessere Welt ist nicht zu ersehen.

Unsterblichkeit ist eines der Dinge, die man nie erreichen wird, egal wie sehr man sich anstrengt. Genauso verhält es sich mit Ausstoß freien Autos. Diese sollten keine Schadstoffe beinhalten und aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Und bestenfalls sollte man das Produkt auf den Kompostmüll werfen können, der irgendwann vollkommen verwest. Die Gesellschaft ist sich jedoch einig, dass man heutzutage mobil sein muss. Daher ist ein Ende der Autoindustrie nicht absehbar. Eine Veränderung sollen der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, städtebauliche Maßnahmen und die Abkehr von fossilen Brennstoffen bewirken. Die Lösung sollte dabei allerdings nicht im Elektroauto liegen. Beim Thema Auto greift meistens schon der gesunde Menschenverstand ein, doch bei anderen Bereichen ist dies noch nicht der Fall. Auch bei Veganismus gehen die Meinungen weit auseinander und ergeben ein hohes Diskussionspotenzial.

Die Informationstechnologie und die mobilen Endgeräte sorgen für eine Menge an Problemen – Lösungen sind nicht in Sicht. Der holländische Hersteller des „Fairphones“ konnte bisher nach langer Anlaufzeit breite Massen erreichen. Die gesamte Menschheit auf nachhaltige Smartphones umstellen zu wollen, ist allerdings so gut wie unmöglich. Die fairen Smartphones sollen genauso sein, wie alle anderen gängigen Smartphones. Einzelne Komponenten können ausgetauscht werden. Die Materialien sind aus fairem Handel (oder zumindest nicht aus Regionen, in denen über den Abbau der Rohstoffe Kriege finanziert oder die Umwelt zerstört wird), was einen guten Anfang darstellt.

Klimaneutralität ist nicht unsichtbar

Der Rest der Elektronikindustrie scheint sich nicht mit dem Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz beschäftigen zu wollen. Genauso sieht es bei den großen Onlinekonzernen aus. Diese verfügen über großen Einfluss. Dieser könnte genutzt werden, um die Umwelt zu unterstützen und die Menschen in die richtige Richtung zu lenken. Die Menschen denken kaum an die mangelnde Nachhaltigkeit der Datennutzung. Sie glauben, sie speichern ihre Fotos und Daten in einer Cloud. Dass sich dahinter genau die gleiche Beschäftigungskette und Probleme wie, in der Smartphone Herstellung verbergen, ahnen die wenigsten. „Wir müssen darüber nachdenken, wie wir die Datennutzung nachhaltiger machen“, sagte Bas van Abel kürzlich, Gründer von „Fairphone“.

Und es hat sich bewiesen – die Cloud sowie das externe Datenaufkommen brauchen unfassbar viel Energie. Doch es macht keiner den Anschein, darauf reagieren zu wollen; weder die Kunden, noch die Unternehmen. Zumindest bis kürzlich. Amazon und Microsoft haben erwähnt, dass sie Klimainitiativen starten würden. Der US-Softwarekonzern habe nun einen neuen Plan zur Reduzierung und schlussendlicher Eliminierung seines CO2-Fußabdrucks angekündigt.

Microsoft möchte bis zum Jahre 2030 klimaneutral werden:

Bis 2050 sollte das gesamte Kohlendioxid, welches seit seiner Gründung 1975 ausgestoßen wurde, aus der Umwelt entfernt werden. Das klingt nach einem gewaltigen Ziel, was wirklich schwer erreichbar ist. Man wird Microsoft wohl erst in ein paar Jahren auf seine Nachhaltigkeit und seine Versprechen überprüfen können.